Himmel und Hölle

…oder die Erde untertan
In der Frühzeit der Menschheit hatte man an eine Scheibengestalt der Erde geglaubt, schon im ägyptischen Altertum wusste man es besser. Christoph Columbus hielt diese Ansicht für ein leicht zu widerlegendes Märchen und machte sich im Namen der spanischen Krone auf, für sie Schätze und unsterblichen Ruhm am anderen Ende der Welt zu erringen. In seiner Crew aber gab es höchstwahrscheinlich noch Manchen, der fürchtete, nachdem die bekannten Gewässer verlassen waren, jeden Moment drohe ein Absturz über den Rand der Erde hinunter in die Hölle und der Teufel würde sich eins lachen und sich das Schiff holen und mit Mann und Maus verderben.
Da stellt sich uns heutigen mit leichtem Gepäck um die Welt Reisenden die Frage nach dem Grund solcher Strapazen und Wagnisse. Es gab sicherlich viele politische und ökonomische Zwänge und Erklärungen, warum solche Kraftakte, was diese Expeditionen in völlig unbekannte Regionen der Erde damals waren, überhaupt unternommen worden sind. Die Antwort ist einfach. Generell ist wohl Folgendes gültig: man wollte „participate“, teilhaben an und profitieren von etwas Neuem. Wenn dieses „Neue“ unermeßliche Bodenschätze waren, umso besser. Man wollte über die Beschränkungen des bisher Feststehenden hinausschauen, see beyond, es überschreiten, weiter kommen, Unbekanntes entdecken und es sich dann aneignen. Dieser Antrieb hat der Menschheit schon viel Kummer bereitet und großes Leid über ganze Völker gebracht. Aber betrachtet man ganz nüchtern das dieser Handlungsweise zugrunde liegende Prinzip, muss man zugeben: es hat ihr das Überleben gesichert.